Die Musketiere des Blaufränkisch

Die Winzer vom Eisenberg leben das Motto: Einer für alle, alle für Blaufränkisch.

Dabei hat natürlich jeder – von Deutsch-Schützen, Rechnitz bis Burg – seine eigene Handschrift und hinterlässt seinen individuellen Fußabdruck im Blaufränkisch, so wie es auch der Boden macht, auf dem die Rebsorte wächst.


Der Fußabdruck ist auch zum Markenzeichen und zur Visitenkarte von Thom Wachter geworden. Er präsentiert seinen mit seinen Arbeitsschuhen auf den Etiketten seiner Weine. Natürlich mit roten Schnürsenkeln.


Am Eisenberg ist nicht nur das Klima freundschaftlich! Das Terroir der Region im Südburgenland bringt so charaktervolle Weine hervor, wie es die Winzer selbst vorleben.
Pannonische, warme Winde aus Ungarn erzeugen hier einen eigenständigen Luftzyklus, was die Aromatik der Trauben zusätzlich beflügelt. Der Eisenberg entzieht sich dem klimatischen Einfluss des Neusiedlersees und ist daher im Vergleich etwas kühler als der Rest des Burgenlandes. Das wiederum scheint auf die Coolness der Winzer abzufärben. Ihre Weinberge liegen zum Teil in kesselartigen Formationen und werden an den Rändern von Wälder eingerahmt, was nachts für zusätzliche Frische sorgt und die Frucht der Rebsorte herauskitzelt.


Markus, Herr der Rieden beim Schützenhof, arbeitet zusammen mit seiner Frau Kristina unter dem Motto „Make Austria Grape again“. Sie fokussieren sich dabei nicht etwa auf Orange-Weine, sondern auf Blaufränkisch. Natürlich natürlich. Das die aber schon länger great sind, zeigt ein Blaufränkisch aus dem Jahrgang 1997, noch von Markus‘ Vater gemacht. Das Weingut ist wie viele andere aus der Region längst mehr als ein Geheimtipp vom Schluck Weinexperten Raul Brutzkowski …

Schützenhof Eisenberg Blaufränkisch

Der Terroireinfluss kommt bei den Blaufränkern vom Weingut Kopfensteiner besonders zur Geltung. Jeder Wein, obgleich 100% Blaufränkisch, ist eine Bodenspur und einen Windhauch anders. Gleich ist, für den gesamten Jahrgang 2017, dass sie schon heuer sehr zugänglich sind. Und man schmeckt den Qualitätsanspruch – vom Einstiegswein, dem Blaufränkisch Eisenberg DAC bis hin zu den Rieden Weinen, den Einzellagen-Weinen Szapary, Saybritz und Reihburg.

Kopfensteiner Blaufränkisch Wein
Kopfensteiner Szapary Saybritz

Eine Blaufränkisch-Legende ist der Perwolff vom Weingut Krutzler. Während der Wolf mit Heulen auf sich aufmerksam macht, lässt Reinhold Krutzler ganz gechillt seine Weine für sich sprechen. In Hamburg hat er eine Preview dabei. Nicht nur auf die fertigen Etiketten des Blaufränkisch Ried Weingarten 2017 muss man sich noch bis September 2020 gedulden. Achtung gnadenloser Spoiler: der macht jetzt schon richtig Lust auf mehr als ein Glas! Bis dahin kann man sich die Zeit mit der Eisenberg DAC 17 oder 18 vertreiben, die der Rebsorte eine bemerkenswerte Leichtigkeit geben.
Oder man feiert mit dem „Fosching“, natürlich auch einem Blaufränkisch, den er gemeinsam mit Kult-Sommelier Willi Schlögl aus der Freundschaft macht.

Krutzler Perwolff

Thomas Straka kitzelt bei seinem Eisenberg DAC die Fruchtigkeit heraus. Alle Weine baut er gleich aus und bei allen Weinen hat er ein Händchen für Frische und Saftigkeit. Vom Rechnitzer Blaufränkisch über den Ried Prantner, wo 50 Jahre alte Reben auf Grünschiefer wachsen, bis hin zum Ried Rosenberg, der auf Lehm prächtig gedeiht. Bei ihm ist nicht nur alles im roten Bereich, auch sein Welschriesling, der Weißburgunder sowie die Cuvée Alte Reben, drehen im Glas ordentlich auf.

Straka Blaufränkisch Eisenberg

Auch Wachter-Wiesler begehen längst erfolgreich den Weg zurück zu den Wurzeln und bringen Blaufränkisch so natürlich und eigenständig wie er nur wächst in die Flaschen. Das wird schon mit dem Einstiegswein deutlich. Und zwar auch namentlich: Béla-Jóska, so hießen die Großväter von Christoph. Die bewusste Purheit macht die Blaufränkisch Weine der Wachter-Wielsers geschmeidig. Man schmeckt es in allen Weinen, sie ruhen in sich.

Wachter Wiesler Béla Jóska Blaufränkisch Eisenberg

Das Walk around Tasting von Wine+Partners im Tortue Hotel Hamburg hat es mit jedem Glas gezeigt: Herkunftsbewusstsein, Herzblut und der Hang zum Roten machen die Gegend um den Eisenberg zu einem coolen Blaufränkisch-Spot, der Abwechslung verspricht, Einzigartigkeit und Individualität abbildet und mit Regionstypizität vereint.

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