It Most be love!

Der Apfel fällt nicht weit vom Rebstock. Und wird zu Cider vergoren.

Viele Winzer haben ein starkes Naturbewusstsein und leben die so wichtige Artenviefalt im und am Weinberg vor. Da sind Pflanzen und Kräuter ausdrückich erwünscht. Es summt, es gackert, mäht und bäht. Bienen, Gänse, Schafe und Ziegen bringen Leben in die Rebzeilen. Und als Nebeneffekt auch schmackhafte Nebenprodukte. Wer es noch lebendiger mag, erhält die alten Erdwälle und Hecken zwischen den Feldern als wertvolle ökologische Rückzugsorte, so wie Winzerin Franziska Schömig am Kobersberg Rimpar in Franken, wo sich auch selten gewordene Fasane sauwohl fühlen.


Alte Obstbäume sind nicht nur im Herbst willkommene Fruchtträger. Was der Quittenbaum vor der „Villa Kunterbunt“ in Franziskas Weinberg ist, sind für Matthias Wörner aus dem Schwarzwald die alten Streuobstwiesen seiner Familie. Der Winzer hat bei diversen Stationen während seiner Winzerlehre auch seine Liebe zum Apfel entdeckt. Natürlich ebenso zu Alkohol vergoren wie Wein.


Matthias Wörner ist neben dem Weinmachen zunächst in Südafrika und Australien mit Cider in Berührung gekommen. Geschmacklich überzeugt haben ihn aber weniger die süßen Apfelschaumweine, sondern die frischeren aus der Bretagne und Normandie. Der „Ebbelwoi“ hat in Frankreich als Cidre eine lange Tradition und auch im Südwesten Englands ist Cider schon seit Jahrhunderten in aller Munde, ebenso wie Fruchtwein in Skandinavien ein aromatisches Thema ist.

Mit diesen Vorbildern im Kopf begann er in Baden nicht nur die Weine des Familienweinguts neu zu interpretieren, er erntete auch die Streuobstwiesen ab. Er arbeitet in Durbach in 5. Generation und einige der Apfelbäume dürften seine Urgroßeltern gekannt haben und auch von ihnen gepflanzt worden sein.
Das besondere an seinem Cider: Matthias verwendet nicht nur die alten und schützenswerten Apfelsorten wie Prinzenapfel, Rubinette, Bittenfelder, Luikenapfel oder Ärberdittle. Er verwendet auch die Palmischbirne und die Badische Mostbirne. Natürlich alles von Hand geerntet und verarbeitet. Schon beim ersten Schluck wird deutlich: Äpfel mit Birnen zu vergleichen kann verdammt köstlich sein! Sie geben dem Cider eine aromatische Vielschichtigkeit, gepaart mit Frische und na klar, weniger Süße.


Mittlerweile ist eine Ciderszene entstanden, die der Craft Beer Bewegung in nichts nachsteht. Und sich vom verstaubten Blauen Bock und Bembel der Großeltern frei gemacht hat. Auch Bollenhut, Schwarzwälder Kirsch und Klinik werden vom saftigen Streuobstwiesen Cider der Wörner Cidery einfach weggespült! Das Zeug hat selbst genug Kultpotenzial.


Auch in Franken ist die Liebe zum Cider gewachsen. Laura Seufert steuert dem Projekt ebenfalls von den Früchte tragenden Obstbäumen ihres Weinguts bei. Die Liebe zur Natur verbindet eben. Und schmeckt!


Den Streuobstwiesen Cider gibt’s übrigens bei drops-wine.de


Zum Wohl, zum Wörner!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s