Das Weingut Clüsserath hat ein Rezept für moderne Rieslingtradition.

Vorzeige-Riesling von der Mosel? Gibt’s auf Rezept, in der Trittenheimer Apotheke! Ein Schluck Kabinett von Clüsseraths Steilhang-Lage und die Diagnose steht fest: Möselchen ist weder ach wie süß, noch nur was für harte Jungs, die Weine sind Schwerstarbeit für die einen und Hochgenuss für alle Weinliebhaber. Und das nicht mal zu Apothekenpreisen.

Schon beim ersten Schluck stellt sich die Frage: Kann Wein Medizin sein? Für die Seele allemal! Und wenn er aus der Trittenheimer Apotheke kommt erst recht. Hier wächst ein Kabinett, der allen empfohlen sei, die wissen wollen, was Mosel ist, wie Mosel schmeckt. Vielleicht sollte man auf der Suche nach einem Corona Impfstoff mal Clüsseraths fragen …
Mit 8 Prozent Alkohol hat er ähnliche Alkoholwerte wie Medizin. Nur in homöopathischen Mengen trinken, das wird schwierig. Denn er hat einen Trinkfluss, der ausufernd ist, wie der Fluss im Frühjahr, wenn er die Campingplätze überspült und bis an manchen Winzerkeller reicht.

Der Blick raubt einem den Atem, der Wein ist atemberaubend
Den Weinbergen macht das nichts, die thronen mehr als 200 Meter hoch über dem Fluss. Seit 2000 Jahren schon. Magische, steile Lagen, die die Mosel für Wein zum Mythos gemacht haben. Karger, schroffer Schiefer, der selbst als Terrasse keine gemütliche Arbeit ermöglicht. Und dennoch ist es ein Geschenk für die Winzer.

Weingut Clüsserath – ein Riesling-Geschenk, Schleife inklusive
Eva Clüsserath macht Moselweine, die ein wahres, natürliches Geschenk sind. Mit Schleife drum. Denn in Trittenheim macht die Mosel eine 180° Wendung und die Weinberge haben eine Neigung von bis zu 65%. Beides schafft die Grundlage für die Einzigartigkeit, die sich im Klima bemerkbar macht und im Wein schmeckbar wird. Es ist der Tanz von Süße und Säure, der nicht nur einen Moselkabinett ausmacht.
Der dunkle Schiefer in den Weinhängen heizt sich bis in den Abend auf und strahlt die Wärme weiter ab, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Die Rebstöcke, die hier wachsen haben gut ein Jahrhundert auf dem Buckel und zeugen aus der Ära, als sich Moselwein mit dem Goldpreis messen konnte und im Berlin der goldenen Zwanziger schon Riesling-Legende war bevor es die Ära selbst wurde. Die Wurzeln saugen die Mineralität tief aus dem Gestein, auf der Suche nach Wasseradern.

Namen, die einen Ruf haben.
Und auch wenn die Lagen allesamt niedlich klingen, die Arbeit ist es sicher nicht. Das Goldtröpfchen hat viele Kehlchen geölt und inzwischen wieder eine feine Stimme erlangt, nach dem es in den 1980iger Jahren eher am Kröver Nacktarsch war. Möselchen sind wieder da wo sie hingehören. Nicht mehr nur niedlicher Saufwein, sondern feines Stöffchen. Rieslingspitze von Spitzen-Winzern. Und einer Winzerin! Einige Lagen sind schon immer feiner als nur ihr Ruf. Dazu gehören auch die Einzellagen „Altärchen“ „Rosengärtchen“ und eben das „Apothekchen“. Nein, die „Apotheke“, Schluss mit goldig!

Weingeschichte ist Familiensache
Wissen wird von Generation zu Generation weiter gegeben. Und nicht nur in die Wiege gelegt, es steckt nicht selten auch in den Genen. Die Winzer und Winzerin, die jetzt am Fuder stehen, lassen die klassische Mosel-Tradition wieder aufleben.
So wie im Weingut Clüsserath, das bereits seit 1670 einen Schatz um Schiefer und Riesling angesammelt hat. Und mit den Jahrhunderten auch die besten und steilsten Lagen in Trittenheim herausgearbeitet haben. Eva Clüsserath ist hier die nächste, die mit ihrer Handschrift Weingeschichte schreibt. Sie ist die Frau an der Mosel. Ihre Ausbildung: Klassisch. Geisenheim. Ihre Gene: Schiefer. Sie schafft es, den Steinen die feinen Töne zu entlocken. Ihr Weinstil typisch Mosel, aber eine Spur cooler, weniger ausufernd. Bei ihr geben die Weine den Takt vor. Sie greift nicht in die Gärung und Reifung ein, arbeitet mit Maischestandzeit und lässt den Traubensaft spontan vergären. Schließlich haben auch die natürlichen Hefen im Keller eine Geschichte zu erzählen. Im Moselfuder, einem 1000 l Holzfass, reifen die Weine dann gemächlich. Man hört sie manchmal noch im Frühjahr frohjauchzen. Das lange Hefelager und die nur einmalige Filtration stabilisieren die Weine, geben ihnen Charakter und die Aussicht eines großen Reifepotentials. Diese „Machart“ gehört auch zum wiederentdeckten Weinkulturerbe an der Mosel.

Riesling rocks! Hier trifft es zu.
Der Kabinett aus der Trittenheimer Apotheke ist ein Sonnenkind, die Ausrichtung der Lage gibt ihm ordentlich Wärme, aber auch eine knackig-feine Säure und würzige Mineralität. Eine unwiderstehliche Verbindung von Zug und Trinkfluss. Dazu Frucht und Salzigkeit. Der Wein geht so steil wie die Lage! So viel Geschmack mit nur 8 % Alkohol. Ein Phänomen!

Beim Steinreich ist der Name ebenfalls mehr als eine Erwartungshaltung. Blauschiefer macht ihn würzig-mineralisch. Feiner Marillenduft und –frucht, aber auch grüne, kühlere Noten und etwas Blumiges. Packende Säure und zu guter Letzt die unverwechselbare Moselphenolik in der Nase.


Wein auf Rezept? Bitte wenden Sie sich an die Trittenauer Apotheke!
Zu Riesling und Nebenfreuden fragen sie nicht Ihren Arzt, sondern das Weingut Clüsserath.

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