Lust auf einen Schluck Gselligkeit?

Auch wenn es draußen noch sommerlich scheint, die Rotweinsaison hat längst begonnen. Die Früchte des Herbstes laden auf den Märkten ebenfalls ein. Kürbis, Pfifferlinge, Maronen. Die Hubertusjagd steht bevor, die Martinsgänse schnattern schon aufgeregt. Da kann man die Kokotte schon mal hervorholen und Freunde zum Anschmoren einladen, um einen geselligen Abend zu verbringen.

Passend dazu kamen uns die Weine von Andreas Gsellmann ins Glas. Die gesamte Kollektion machte beim Verkosten großen Spaß. Und der Blick auf den Preis dann noch mehr Freude. Der Einstiegsrote, die Hauslinie, ist ein Universalschluck, der auch die Schokolade zur Netflixserie aromatisch bespült und mit vollem Geschmack selbst seichte Unterhaltung aufwertet.IMG_6697.JPG


Ein echtes Highlight ist der Pannobile, Jahrgang 2009. Unglaublich ausgewogen gereift, samtig, saftig, ein Wohlfühlwein, der eine beeindruckende Vielschichtigkeit besitzt, die auch Weißweintrinker beeindruckt!


Weine mit der Bezeichnung Pannobile leben den Regionalitäts- und Herkunftsgedanken im Burgenland seit 1994. Die Spielregeln für roten Pannobile: vollreifes Traubenmaterial der regionstypischen Sorten Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent, selbstverständlich alle in Pannobile Lagen gewachsen. Bei der Stilistik haben die zwei Handvoll Winzer aus Gols am Neusiedlersee dann Spielraum. Darunter etwa Charakterköpfe wie Gerhard Pittnauer, Pauls Achs, Familie Heinrich, Familie Nittnaus und Neugewächse wie die Rennersistas und zuletzt Claus Preisinger (immerhin auch schon 14 Jahre am Start). Ob die Cuvées dann tatsächlich unter dem Namen Pannobile vermarktet werden können, verkosten und entscheiden alle Winzer gemeinsam. So entstehen 9 individuelle Charakterweine, die aber erkennbar aus einer Familie stammen. Pannobile ist ein Wortschöpfung aus „Nobel“ und dem Gebietsbegriff „Pannonien“, dessen einzigartiges Klima die Grundlage für das Terroir dieser Weine schafft. Zum 01.09. eines jeden Jahres gehen die Weine in den Verkauf.


Wer also den ersten Rehrücken mit gebührend Waidmanns Dank ehren möchte, sollte eine Pannobile Flasche öffnen.


Etwas mehr Dampf und jugendliche Wildheit haben der Blaufränkisch, Jahrgang 2016 und die Heideboden Cuvée 2015. Weil aber gerade zur Herbstküche nicht nur Rot den perfekten Gegenpart darstellt ist das Portfolio des Winzers einen zweiten Blick wert!


Der Chardonnay beispielsweise begleitet ein Wildragout ebenso gut wie ein Heideboden.
Das klassische Dessert kann man sich schenken, wenn man stattdessen zur Beerenauslese greift. Ein Süßwein aus Weißburgunder und Chardonnay, der leicht und nicht zu opulent daher kommt. Nicht hochkonzentriert, sondern leicht, mit einem angenehm, nicht klebrigen Likörcharakter.IMG_6704.JPG


Alle Weine sind naturbelassen gewachsen und vinifiziert, der Großteil auch bio, denn nicht nur die Herkunft liegt dem Winzer am Herzen, auch der Respekt für die Natur. Dieser kommt durch die Mitgliedschaft in der gleichnamigen Gemeinschaft „RESPEKT biodyn“ zum Ausdruck und wird auch so gelebt.


Erwähnenswert ist noch der „Pinotgritschio“, der Grauburgunder. Mitnichten einer der Wahlloskategorie „einen Weißwein“ bitte. Sondern ein Wein für Menschen die wählerisch sind. In der Machart Orange, im Geschmack klar und präzise. Und in der Farbe so charmant wie das Herbstlaub, das rötlich gefärbt im Sonnenlicht erstrahlt.


Wer selbst kosten möchte, dem bietet sich dieser Tage noch eine günstige Gelegenheit!

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